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Einladung zum Gottesdienst

Wohnzimmergottesdienst für den 7. März 2021

Evangelische Kirchengemeinde Brensbach

 

Liebe Gemeinde,

der Sonntag Okuli markiert die Mitte der Passionszeit. Er steht unter dem Thema der Nachfolge. Was bedeutet es, für unseren Alltag, Jesus zu folgen?

 

Wir feiern Gottesdienst im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

 

Gebet

Gott, in der Fastenzeit denken wir über deine Leidensgeschichte nach und darüber, was es bedeutet, dir nachzufolgen. Wir bitten dich, öffne unsere Ohren und Herzen für dein Wort. Lass uns deiner Gnade vertrauen. Amen.

Psalm 34 Unter Gottes Schutz

Von David, als er sich wahnsinnig stellte vor Abimelech und dieser ihn vertrieb und er wegging. Ich will den HERRN loben allezeit; sein Lob soll immerdar in meinem Munde sein. Meine Seele soll sich rühmen des HERRN, dass es die Elenden hören und sich freuen. Preiset mit mir den HERRN und lasst uns miteinander seinen Namen erhöhen! Da ich den HERRN suchte, antwortete er mir und errettete mich aus aller meiner Furcht. Die auf ihn sehen, werden strahlen vor Freude, und ihr Angesicht soll nicht schamrot werden. Als einer im Elend rief, hörte der HERR und half ihm aus allen seinen Nöten. Der Engel des HERRN lagert sich um die her, die ihn fürchten, und hilft ihnen heraus. Schmecket und sehet, wie freundlich der HERR ist. Wohl dem, der auf ihn trauet! Fürchtet den HERRN, ihr seine Heiligen! Denn die ihn fürchten, haben keinen Mangel. Reiche müssen darben und hungern; aber die den HERRN suchen, haben keinen Mangel an irgendeinem Gut. Kommt her, ihr Kinder, höret mir zu! Ich will euch die Furcht des HERRN lehren. Wer ist's, der Leben begehrt und gerne gute Tage hätte? Behüte deine Zunge vor Bösem und deine Lippen, dass sie nicht Trug reden. Lass ab vom Bösen und tue Gutes; suche Frieden und jage ihm nach! Die Augen des HERRN merken auf die Gerechten und seine Ohren auf ihr Schreien. Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie es war im Anfang, jetzt und alle Zeit und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Lesung: Johannes-Evangelium, 15,9-17

Wie mich mein Vater liebt, so liebe ich euch auch. Bleibt in meiner Liebe! Wenn ihr meine Gebote haltet, bleibt ihr in meiner Liebe, so wie ich meines Vaters Gebote gehalten habe und bleibe in seiner Liebe. Das habe ich euch gesagt, auf dass meine Freude in euch sei und eure Freude vollkommen werde. 12 Das ist mein Gebot, dass ihr einander liebt, wie ich euch liebe. Niemand hat größere Liebe als die, dass er sein Leben lässt für seine Freunde. Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch gebiete. Ich nenne euch hinfort nicht Knechte; denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut. Euch aber habe ich Freunde genannt; denn alles, was ich von meinem Vater gehört habe, habe ich euch kundgetan. Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und bestimmt, dass ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibt, auf dass, worum ihr den Vater bittet in meinem Namen, er's euch gebe. Das gebiete ich euch, dass ihr euch untereinander liebt.

Als Antwort auf das Evangelium beten wir das Apostolische Glaubensbekenntnis.

 

Predigt

Liebe Gemeinde,

der Sonntag Okuli markiert die Mitte der Passionszeit. Die erste Hälfte der Fastenzeit ist geschafft. Die Bedeutung der Fastenzeit ist ja, dass sie uns bewusst machen soll, dass der Weg Jesu ein schwerer Weg war. Diese besonders für die letzten Tage in Jerusalem, aber auch für die Zeit davor. Jesus musste zahlreiche Entscheidungen treffen, und er kam mit anderen Rabbinern in Konflikte. Und auf dem Weg nach Jerusalem wurde immer deutlicher, dass die schwerste Herausforderung noch vor ihm lag.

Auf dieser Wegstrecke nach Jerusalem formuliert er sein Vermächtnis an die Jünger und an die Gemeinde. Wer ihm nachfolgt, so sagt er, der ist ein Freund. Er steht in enger Beziehung zu Gott. Das ist der Kern der Botschaft Jesu.

Nachfolge bedeutet für uns, diese Beziehung zu Gott zu gestalten. In einer Ehe oder einer Freundschaft ist es wichtig, dass die Beziehung gepflegt wird. Freunde tauschen sich aus. Sie erzählen einander, was sie beschäftig, sie stehen miteinander schwere Zeiten durch.

Darum geht es auch in er Nachfolge. Zum einen sollen wir den Kontakt zu Gott suchen. Er lädt uns ein, ihm das zu sagen, was uns beschäftigt.

Weil Nachfolge kein einsamer Weg ist, sondern ein Weg in Gemeinschaft mit anderen, ist es auch gut, sich andere Christen zu suchen, um sich über den Glauben auszutauschen. Dazu gehört auch, Fragen zu stellen, gemeinsam durch Zweifel durchzugehen und sich gegenseitig zu unterstützen. Darum ist es so wichtig, dass es auch hier bei uns eine gute ökumenische Gemeinschaft der Christen gibt. Nachfolge kann kein einsamer Weg sein, weil Jesus Menschen zur Liebe Gottes einlädt. Und Liebe zielt immer auf Gemeinschaft, Austausch und gemeinsames Leben. Darum

 

Fürbitte

Gott, wir danken dir, dass du uns in die Nachfolge rufst. Du hast durch deinen Sohn Jesus für alle Menschen die Möglichkeit eröffnet, die Liebe Gottes zu erfahren und mit ihr zu leben. Gott, wir bitten Dich, hilf uns auch in diesen Zeiten, in denen wir uns nicht zum Gottesdienst in der Kirche oder bei anderen Gelegenheiten treffen können, Gemeinschaft zu pflegen.. Amen.

 

Wir beten das Vaterunser, das uns mit Christen weltweit verbindet.

 

Zum Schluss bitten wir um den Segen: Der Herr segne uns und behüte uns, der Herr lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig, der Herr erhebe sein Angesicht auf uns und schenke uns Frieden. Amen.

 

Wenn Sie ein Gespräch möchten oder ein Gebetsanliegen teilen möchten, rufen Sie mich an.

Ich freue mich auf Sie.    Tel.: 0151 12409974.

 

                            Seien Sie behütet und bleiben sie gesund!

 

                                                         Ihr Matthias Kraft, Pfarrer

 

Texte aus: Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

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